NR-Wahl - Kaiser: Aufholjagd der SPÖ blieb leider unbelohnt

Europaweit spürbarer Rechtsruck macht auch vor Österreich nicht Halt. Schmerzhaftes Ergebnis für SPÖ. SPÖ-Kärnten spricht sich unmissverständlich für Verbleib von Christian Kern an Parteispitze aus.

Einen besonders bitteren Tag für die Sozialdemokratie konstatiert SPÖ-Landesparteivorsitzender Peter Kaiser nach den Ergebnissen der Hochrechnungen zur heutigen Nationalratswahl.

 

“Der Einsatz von Christian Kern sowie der vielen tausenden Freiwilligen, die sich aus Überzeugung für die SPÖ eingesetzt und wahlgekämpft haben, ist leider unbelohnt geblieben”, zeigt sich Kaiser enttäuscht.

 

Die Vorzeichen für die SPÖ seien von Anfang an unter keinem guten Stern gestanden. Zu den eigenen Pleiten, Pech und Pannen ist dann noch der eiskalte, europaweit spürbare Gegenwind von rechts gekommen. “Das, in Kombination mit der alles überlagernden Asyl-Sündenbockpolitik, der Inhaltsleere und dem unglaublichen Mitteleinsatz der politischen Mitbewerber sowie dem medial vermittelten Bild eines überstrahlenden Kandidaten, war in Summe leider ein übermächtiger Gegner für uns”, analysiert Kaiser, der auch in aller Deutlichkeit festhält: "Die SPÖ-Kärnten spricht sich unmissverständlich für den Verbleib von Christian Kern an der Spitze der Österreichischen Sozialdemokratie aus.

 

“Christian Kern hatte nur 15 Monate Zeit. 15 Monate, in denen der politische Mitbewerber von Anfang an alles getan hat, um die gemeinsame Koalitionsarbeit und den Koalitionspartner zu desavouieren. Trotzdem hat Christian Kern es geschafft, Österreich in die Erfolgsspur zu bringen – alle relevanten Studien und Wirtschaftsdaten belegen das”, so Kaiser. Zum Leidwesen Österreichs hätten es die Mitbewerber geschafft, wirklich wichtige Fragen für die Österreicherinnen und Österreicher – wie die Frage der Sicherung der Pensionen, der Unterstützung für Familien und Alleinerzieherinnen, Fragen der notwendigen Bildungsreform usw. – durch oberflächliche Sündenbockpolitik und Schuldzuweisungen zu übertünchen.

 

Jetzt gelte es, das Ergebnis genau zu analysieren und morgen in den Bundesgremien, darüber zu entscheiden, wie der weitere Weg der SPÖ aussieht – auch wenn eine Koalition ÖVP-FPÖ wohl längst beschlossen sein dürfte, und Österreich damit neuerlich kalte, finstere Jahre drohen.

 

In und für Kärnten bzw. die Landtagswahlen erwartet Kaiser trotz der großen Zugewinne der FPÖ und auch der ÖVP keine dramatischen Auswirkungen. “Die SPÖ hat unser Bundesland über vier Jahre lang mit konsequenter, intelligenter und engagierter Arbeit vor dem Ruin gerettet und auf den Kurs in eine erfolgreiche Zukunft zurückgebracht. Das Kärntner Ergebnis ist für uns das richtige Signal, auch in den nächsten Monaten nicht nachzulassen und weiter Gas zu geben”, so Kaiser abschließend.